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Drei Tage – drei Etappen

04/10/2011

Es ist vorbei. Überglücklich streckte ich nach drei kräftezehrenden Etappen über 54,4km die Arme in den Himmel von St. Wendel. Heiß war es in diesem Jahr beim Spiemont und Bosenberg Trail. Nur Freitagabend war es schön kühl.

City-Night-Sprint

3.1km kreuz und quer durch die Fußgängerzone und Innenstandt von St. Wendel. Es war wieder alles dabei. Treppen, Wendeltreppe, Strohballen, Holzstämme und natürlich eine einzigartige Ilumination der Strecke. Rund um die Basilika wurden kleine Tüten mit Teelichtern aufgebaut, in der Mott gab es eine Lichtinstallation und im Stadtpark eine Fackelstrecke bzw. Lichtballons.

Alle zehn Sekunden wurde ein Läufer auf die Strecke geschickt. Angefeuert von Frau und Tochter ging ich um 19:26:10Uhr auf die Strecke. Da es zu dem Zeitpunkt schon dunkel war, konnte ich die Lichter genießen. Leider war der Traffic auf der Strecke zum Ende recht hoch was mein Ziel unter 11 Minuten zu bleiben zunichte machte.

Nach 11min und 3,4Sekunden wurde ich dann im Ziel von einem tollen Publikum begrüßt.

Nach einer lauwarmen Dusche ging es dann zur Pasta Party.

2. Tag: Spiemont-Trail

An diesem Tag dann die erste Herausforderung der Serie. Der 30,7km lange Spiemont Trail.

Nach dem Start auf dem Schloßplatz ging es stadtauswärts in Richtung Wendalinuskapelle. Dort in den Wald und stetig bergauf. Nach 3km waren schon einmal ca. 120HM überwunden. Dann folgte ein abwechslungsreiches bergauf und bergab über Pfade, unbefestigte Wege, Trails oder auch mal quer durch den Wald.

Alle fünf Kilometer gab es eine Verpflegungsstation mit einem reichhaltigen Angebot. Cola, Iso, Bananen usw., eben alles was der Läufer unterwegs so gebrauchen kann. Aufgrund von aufkommenden Magenproblemem blieb ich bei ordinärem Wasser.

Fast dachte ich ja noch ich hätte mich kurz vorm Ziel verlaufen. Auf einmal waren es nur noch 6km bis zum Ziel. Ungläubig schaute ich auf meinen 305er und rätselte. Nach ein paar Minuten kam dann des Rätsels Lösung. 6 = 9. Das Schild hing nur auf dem Kopf.

An den letzten Anstiegen musste ich alle in mir verbliebenen Kräfte mobilisieren. Selbst der kleine Hügel 500m vorm Ziel schien unüberwindbar. Komischerweise sind auf den letzten 500mdann alle Probleme verschwunden. Die Gewissheit es gleich geschafft zu haben aktiviert wohl noch mal eine kleine Reserve.

Im Ziel bei mittlerweile sonnigen 30°C gab es dann Cola, Wasser und Iso in der  Reihenfolge.  Meine Hoffnung auf eine heiße Dusche erfüllte sich leider auch heute wieder nicht. Auch heute waren die Duschen leider nur lauwarm.

Am 3. Tag: Bosenberg Trail,

holla die Waldfee. [Pause]. Böser-Berg Trail würde es besser treffen.

Mein Magen hatte sich zu meinem Glück während der Nacht beruhigt. Beim Start um 10 Uhr waren es angenehme Temperaturen  auf dem Schloßplatz. Die Strecke auf den ersten 3km wie gestern. Dann vorbei am Wendalinushof und nach 5km links hoch zum Bosenberg. Jetzt folgten knackige Anstiege, Holztreppen und Brücken, ein Steinbruch und natürlich auch Abstiege. Und bei einem solchen ist es dann passiert. Ein kleiner Augenblick der Unaufmerksamkeit und es hat mich geschmissen. Die linke Seite wurde lädiert und irgendwie war es danach nicht mehr so wie vorher. Die restlichen Kilometer brachte ich dann auch noch irgendwie hinter mich.

Fazit: Ein gelungenes Trail-Wochenende mit drei tollen Strecken. Abwechslungsreich und Anspruchsvoll. Tolle Pasta-Party, tolle Organisation, geniales drumherum. Als bekennender Warmduscher hoffe ich aber das es im nächsten Jahr HEIßE Duschen gibt.

Bei www.gpsies.com findet man die Trails von 2011:

Spiemont Trail

Bosenberg Trail

Erste Bilder sind in der Bilddatenbank der Stadt St. Wendel, energis und Sportograf.com (Best of Gallery) zu finden. Viel Spaß beim schauen.

[UPDATE bei weiteren Bildern]

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